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Sie kennen St. Wolfgang? Den Wolfgangssee? Salzburg? Vielleicht auch die Postalm? Oder sogar Strobl? Dann müssen Sie vielleicht nicht mehr weiterlesen… ansonsten, haben wir Ihnen aus unseren Urlaubserfahrungen ein paar Erlebnise mitgebracht von unserem Kurzaufenthalt am Wolfgangsee.

Anreise

Wir sind mit unserem kleinen Schwarzen über München angereist. Überrascht waren wir, dass nun die „Umfahrung“ respektive die Stadtautobahn beinahe fertig zu sein scheint. Es war, im Vergleich zu früheren Jahren richtig angenehm, via München zu fahren. Wer aus der Schweiz anreist, hat aber auch die Variante via Arlberg / Insbruck zu fahren. Wer Bergfahrten mag, sollte unbedingt den Pass befahren. Nicht ganz so schön wie der St. Gotthard mit der Tremola, aber trotzdem eine schöne Strecke.

Unterkunft in Strobl, Hotel Aberseehof

Wir waren drei Nächte in Strobl am Wolfgangssee. Übernachtet haben wir im Hotel Aberseehof (ja, da gibt es schon einen Bericht über das Hotel Aberseehof). Wir wurden herzlich aufgenommen, die Juniorsuite war super und sehr sauber. Wer in der Region ist und eine Übernachtungsmöglichkeit sucht, wir können das Hotel Aberseehof empfehlen. Eine Reservation direkt beim Hotel empfiehlt sich, kostet nicht mehr als auf den Buchungsportalen und, die Familie muss keine Provision bezahlen. Uns ist ausserdem der direkte Kontakt lieber als via ein Buchungsportal wie Booking.com oder andere.

Wir haben das Zimmer mit Frühstück gebucht. Das Frühstücksbuffet ist reichlich und die Atmosphäre grosszügig und modern mit guten Stilelementen, damit man sich zu Hause fühlt. Auch hier ist das Personal sehr freundlich.

Die Betten waren für uns etwas weich, vielleicht macht sich da unser Alter bemerkbar? ;). Kann sein, aber diese Wertung ist subjektiv.

Nachtessen im Hotel Aberseehof

Da wir spät angereist sind, haben wir direkt im Hotel das Nachtessen eingenommen. Und hier kommt auch unsere einzige Kritik am ansonsten tollen Essen: Wenn wir Knödel bestellen, möchten wir auch Knödel. Nicht zwei Scheiben Serviettenknödel. Sorry, aber das macht den Bauch nur nervös, aber nicht wirklich satt. Bitte lieber Chefkoch oder liebe Chefköchin, wir wissen ja, auch die österreichische Küche entwickelt sich weiter. Aber… Knödel sind Knödel und bleiben Knödel. Nicht gebratene Scheiben… Schade, wirklich.

Wolfgangsee

Der See ist ein richtig toller Badesee (und das Hotel Aberseehof hat einen tollen Badeplatz!), leider war das Wetter nicht gerade ideal. Darum haben wir auf das Baden verzichtet. Aber Sie können mit dem Fahrrad um den See radeln, das Fahrradwegenetz ist super ausgebaut. Es gibt, zumeist getrennt von den Radlern, auch ein Netz an Wanderwegen, das Sie um den See führt. Unterschätzen Sie dabei die Distanzen nicht ;).
Wer unterwegs müde wird kann sich darauf verlassen, dass es immer wieder Restaurants und Jausenstationen gibt. Oder, wie in Strobl, eine Fleischhauerei, in der Sie tolle Leberkasemmeln holen können. Ich kann das nur empfehlen… lecker ist nur der Vorname.

St. Wolfgang

Alle kennen das weisse Rössl, viele auch das schwarze Rössl. Ob der damalige Heimatfilm dem Ort wirklich gut getan hat, wagen wir zu bezweifeln. St. Wolfgang ist auf den ersten Blick eine reine Touristenkulisse. In den kleinen Gassen finden Sie ab und an noch ursprüngliches. Unsere Empfehlung: St. Wolfgang ansehen. Sie könnten das übrigens auch von St. Gilgen aus mit dem Schiff statt mit dem Auto nach St. Wolfgang zu fahren. Und wenn Sie schon in St. Wolfgang sind, schauen Sie bei der Jausenstation Aschinger vorbei. Mit dem Auto brauchen Sie von Strobl nach St. Wolfgang etwa 15 Minuten.

Jausenstation Aschinger

Oberhalb von St. Wolfgang finden Sie die Jausenstation Aschiner. Wirklich… tolle Ambience, tolles Essen, freundliche Leute. Ein Ort um sich zu erholen von der Wandererung oder um einfach Kraft zu tanken. Geistig und körperlich.

Dorfalm in St. Wolfgang

Eine Alm in St. Wolfgang? Ja, da hat es eine Familie doch geschafft und hat eine Alm“hütte“ mitten nach St. Wolfgang am Wolfgangsee gepackt. Obwohl relativ neu sieht es richtig rustikal aus und das Essen ist auch recht gut. Also, eine Alternative zu den bereits bestehenden, geschätzt unzähligen anderen Restaurants und Gaststätten. Notwendig? Nur für Menschen, die sich davor fürchten, auf Berge zu fahren oder zu wandern. Aber, toll gemacht!!

Salzburg

Wer kennt nicht die Geburtsstadt von Johann Amadeus Mozart? Salzburg hat viel Kultur und viel mehr als die Seidengasse mit den für die Touristen aufgebrezelten Shops. Die hohe Festung, die Kirchen, die Museen. Insbesondere das Museum der Natur können wir Eltern mit Kindern wärmstens empfehlen. Wir waren mit unseren Kindern immer wieder und vor allem an Regentagen dort, eine tolle Alternative! Mit dem Auto benötigen Sie von Strobl nach Salzburg etwa 30Minuten.

Wir waren unter der Woche in Salzburg und in der „Corona“-Zeit und hatten vermutlich Glück, dass die Stadt noch nicht mit zu vielen Touristen überflutet war. Normalerweise, umfahren wir Salzburg, weil wir es ja schon kennen.

Augen auf, auf der Strasse

Es lohnt sich, denn dann finden Sie Gasthäuser wie den Gimsenwirt. Unser Tipp: Abseits vom Schuss und viele Autos auf dem Parkplatz weisen oft auf gute Küche hin. Naja, manchmal auch auf eine Trauergesellschaft. Aber in der Regel stossen Sie dann auf Trouvaillen wie den bereits genannten Gasthof Gimsenwirt. Wir haben auf dem Weg von Salzburg zurück nach Strobl einfach mal angehalten und wurden positiv überrascht. Ungarisch-Österreichische Küche, der Gastraum ist modern eingerichtet und das Essen lecker.

Postalm

Ja, auch dort waren wir schon und haben schon drüber berichtet. Allerdings, immer in der Strobler-Hüttn. Und die war heuer zu. Können Sie sich das vorstellen? Ruhetag, wenn wir uns dort ausruhen wollen.
Nun, es gibt Alternativen und wir glauben, wir haben die beste Alternative gefunden. Wir waren in der Blonden Hüttn und haben einen Kaiserschmarrn gegessen. Von den vier in vier Tagen gegessenen Kaiserschmarrn war das mit Abstand der beste. Ich kann den uneingeschränkt empfehlen. Dazu freundliche Bedienung, nette Gartenwirtschaft… das einzige das fehlt ist das Gefühl, auf einer Berghüttn zu sein.

Die Postalm ist übrigens die höchstgelegene, grösste bewirtschaftete Alm in Österreich und mit wirklich vielen Wanderwegen ausgestattet. Auch für Anfänger wie uns. Es gibt gut markierte Rundwege von einer bis fünf Stunden. Was Sie aber nicht daran hindern sollte, trotzdem gute Ausrüstung zu haben. In den Bergen ändert sich das Wetter rasch und gutes Schuhwerk schützt Sie vor schmerzhaften Stürzen.

Die Strasse auf die Postalm wird privat bewirtschaftet und kostet pro Person sechs Euro. Wieso pro Person und nicht pro Fahrzeug gerechnet wird, ist uns immer noch ein Rätsel, aber das lösen wir irgendwann noch.

St. Gilgen, der Geburtsort von Nannerl

Nannerl kennen Sie nicht? Sie war die Schwester von Johann Amadeus. In St. Gilgen wird an sie erinnert, mit einem kleinen Museum und natürlich auch mit dem Namen eines Café‘s. Informieren Sie sich, wann Markt ist in St. Gilgen, dann lohnt sich ein Besuch besonders. Ansonsten schätzen wir den Ort, weil wir dort eine Anlaufstelle gefunden haben um uns zu verpflegen, den Kirchenwirt. Heuer hat es zumindest für eine Nachspeise gelangt.

Fazit unseres Besuches am Wolfgangsee

Wir sind seit mehreren Jahren Gäste in der Region, die Unterkunft kennen wir seit ein paar Jahren. Österreich hat eine besondere Gastfreundschaft, man fühlt sich selbst als Fremder daheim. Das ist ein Grund, wieso wir immer wieder nach Österreich fahren und auch in den kommenden Jahren wieder dorthin fahren wollen.

Alle von uns beschriebenen Gasthäuser und auch unser Hotel können wir Ihnen empfehlen. Wir wurden nirgendwo unfreundlich empfangen oder haben gar schlecht gegessen. Wenn Sie in einem Hotel sind, werden Sie sicher auch mit Karten Ihrer Region versorgt, ansonsten informieren Sie sich in einem Tourismusbüro oder fragen Sie einfach an der Rezeption des Hotels. Es gibt viel zu erleben in der Region rund um die Seen Fuschlsee, Wolfgangsee und auch Attersee. Für Kinder und Erwachsene. Und wenn Sie denken, Sie kennen Österreich, dann fahren Sie mal etwas weiter. Wie wir… Wien wäre unser nächstes Wunschziel, dass wir mit unserem kleinen Schwarzen anfahren möchten.

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